Janson-Seminare für die professionelle Elektronikentwicklung

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Seminar Simulation elektronischer Schaltungen am Beispiel von Capture® und PSpice®  (nächtser Termin hier)

Dauer der Schulung: 3 Tage

Seminarort: Karlsruhe, Multimedia-Zentrum der Firma Hegele (Wegbeschreibung mit PKW und S-Bahn), etwa 10 Gehminuten vom nächsten Hotel gelegen.

Dozent: Volker Lange-Janson. Er hat bereits über 100 Seminare zur Schaltungssimulation mit PSpice® und Capture® abgehalten. In seiner Referenzliste kommen unter Anderem Namen wie Bosch, Siemens, Bundeswehr, Daimler-Chrysler und Rohde & Schwarz vor. Zudem ist der Dozent Autor von interaktiven Lehrprogrammen zur Elektronik und besitzt einen Lehrauftrag für Schaltungssimulation an der Berufsakademie Karlsruhe im Fachbereich Elektrotechnik.

Teilnehmerzahl: Damit Sie in entspannter Atmosphäre in kleinen Gruppen lernen können und genügend Raum für anregende Diskussionen besteht, ist die Teilnehmerzahl auf höchstens 7 begrenzt. Der Kurs findet bei Vorliegen von 4 Anmeldungen statt.

Ausstattung: Für ein konzentrietes Training steht jedem einzelnen Teilnehmer ein PC-Arbeitsplatz zur Verfügung. Ein Beamer für die Präsentation ist selbstverständlich ebenfalls vorhanden. Es spricht nichts dagegen, wenn Sie Ihr eigenes Notebook einsetzen möchten.

Für welchen Teilnehmerkreis ist diese Schulung konzipiert? Der in deutscher Sprache gehaltene Kurs richtet sich in Theorie und Praxis an Schaltungsentwickler, Ingenieure, Techniker und Physiker, die am Beispiel des Spice-Simulators PSpice® und der Schaltplaneingabe Capture® den effektiven und zeitsparenden Umgang mit diesen Entwicklungswerkzeugen anwendungsorientiert erlernen möchten. Dabei kommen neben vielen Kniffen und Tricks auch die typischen Fallstricke und Bedienungsfehler zur Sprache. Als Teilnehmer müssen Sie keinerlei Vorkenntnisse mitbringen. Sie sollten allerdings im Umgang mit einer Windows-Oberfläche vertraut sein. Erfahrungen mit einer Schaltplaneingabe und Simulationsprogrammen für die Elektronikentwicklung sind hingegen nicht erforderlich.

Inhalt des dreitägigen Seminars: Je nach Interessenlage der Teilnehmer können die einzelnen Inhalte, die mit zahlreichen Beispielen untermauert sind, und der Ablauf individuell gestaltet werden. Auf die Unterschiede der verschiedenen Programmversionen kann selbstvertändlich Rücksicht genommen werden.

1. Seminar-Tag:
Anlegen eines Projekts für die Simulation.
Schaltplaneingabe für die Simulation.
Wie finde ich die Symbole und welche Symbole sind überhaupt mit Modellen verknüpft?
Design Rule Check (DRC).
Aufbau einer Netzliste (wichtig für das spätere Verständnis von Unternetzwerken (Subcircuits)).
Das Zusammenspiel von Simulations- und Verbindungsnetzlisten.
Anlegen , Kopieren und Verändern eines Simulationsprofils.
Simulation des Arbeitspunkts (Bias Point Analyse).
Der DC-Sweep (Darstellung einer Kennlinie durch Verändern des Arbeitspunkts).
Der verschachtelte DC-Sweep zur Darstellung von Kennlinienscharen (z.B. zur Tauglichkeitsprüfung von Modellen).
Die AC-Analyse (Untersuchung des Frequenz- und Phasengangs, Darstellung eines Bode-Diagramms und einer Ortskurve).
Rauschanalyse (Simulation der spektralen Verteilung des Rauschens).
Möglichkeiten der grafischen Darstellung und die zeitsparende, mathematische Auswertung der Simulationsergebnisse.
Einsatz des Probe Cursors im Probe-Fenster
Erstellen eigener Funktionen mit Makros für die Auswertung der Simulationsergebnisses.
Wie archiviere, präsentiere und sichere ich meine Simulationsprojekte und aus welchen Dateien setzen sich die Projekte zusammen?
Wie wandele ich ein Schematics-Project (SCH-Datei) in ein Capture® -Projekt um?
Die Transienten-Analyse (Simulation im Zeitbereich).
Besonderheiten bei der Simulation schwingender Systeme und der Einfluss der Arbeitspunktanalyse.
Lineare und nichtlineare Verkoppelung von Induktivitäten (Verkoppelung von Spulen mit und ohne Kern).
Ausgabe des Simulationsergebnisses in einer Tabelle.
Erzeugen von Transienten mit Hilfe von externen Tabellen (zum Beispiel aus dem Speicheroszilloskop oder externen Programmen).

2. Seminar-Tag:
Behandlung von Konvergenzproblemen bei der Simulation analoger Schaltungen.
Die parametrische Analyse (automatisches, schrittweises Verändern eines Parameters  in der Schaltung).
Auswertung der parametrischen Analyse mit Hilfe von Zielfunktionen (Performance Analysis).
Schaltungssimulation unter Berücksichtigung der Bauteiletoleranzen (Monte-Carlo-Analyse), Vergabe von Toleranzen.
Auswertung der Monte-Carlo-Analyse mit Hilfe von Histogrammen (Balkendiagrammen).
Wie kann man die Monte-Carlo-Analyse für Optimierungsaufgaben nutzen?
Funktionsweise und Grenzen der Worst-Case-Analyse in PSpice®.
Aufbau von Modell-Bibliotheken (LIB-Dateien).
Verändern von Modellen mit Hilfe des Model-Editors auf  der Text- und Graphikebene.
Wie vergebe ich den einzelnen Modellparametern Toleranzen?
Der Unterschied zwischen den Toleranzarten DEV und LOT.
Wie paramatetrisiere ich einzelne Modellparameter mit einem globalen und einem Modellparameter.
Untersuchung des Temperaturverhaltens, die Bedeutung von TNOM.
Passiven Bauteilen Temperaturkoeffizienten vergeben (Anwendung von Break-Out-Devices).
Wie vergebe ich einzelnen Modellen und passiven Bauteilen gezielt unterschiedliche Material- und Sperrschichttemperaturen?
Aufbau von Unternetzwerken (Subcircuits, Makro-Modelle).
Erstellen von Unternetzwerken aus einem Stromlaufplan heraus.
Zeichnen von Symbolen und Einbinden vorhandener Symbole zu Modellen und Unternetzwerken.
Wie binde ich Modelle und Unternetzwerke, welche ich z.B. aus dem Internet erhalte habe, erfolgreich in meine Simulation ein?


3. Seminar-Tag:

Zusammenfassen und Verwalten von Modell- und Symbolbibliotheken.
Erstellen hierarchischer Blöcke (Aufbau und Einsatz von Blockschaltbildern).
Anmerkungen zum hierarchischen Symbol als Alternative zum hierarchischen Block oder Unternetzwerk.
Aufbau und Entwurf eigener Zielfunktionen (Measurements) und Suchfunktionen.
Einsetzen eigener Such- und Zielfunktionen.
Parametrisieren von Unternetzwerken und hierarchischen Blöcken.
Einsatz von ABM-Blöcken (über mathematische Funktionen und mit Tabellen gesteuerte Strom- und Spannungsquellen).
Anwendungsbeispiele von ABM-Blöcken (Filter, Oszillatoren, passive Bauelemente mit Berücksichtigung der Eigenerwärmung, nichlineare Widerstände, frequenzabhängige Widerstände mit Laplace, IF-THEN-ELSE-Funktion,).
Ideale und verlustbehaftete Leitungen.
Erstellen und Zuweisen von verschiedenen statistischen Verteilungskurven für jeden einzelnen Paramater und/oder jedes einzelne Model in der Monte-Carlo-Analyse bei gleichzeitiger Anwendung von DEV und  LOT.
Digitale Simulation, Laufzeitverhalten der Gatter, Worst-Case-Betrachtung der Laufzeiten, Darstellung von Bussignalen.
Mixed-Mode-Simulation (gemischte analoge und digitale Simualtion), Bedeutung und Beeinflussung des I/O-Levels.
Verändern der Versorgungsspannung der Gatter.
Erweiterte Arbeitspunktanalyse (Empfindlichkeit, Kleinsignal-Übertragungsfunktion, Arbeitspunkt-Detail-Analyse).


Seminarunterlagen:
Sie erhalten neben Übungsblättern als Seminarunterlage eine vom Dozenten in deutscher Sprache verfasste CD-ROM, welche sehr ausführlich den gesamten  Stoff behandelt und untrennbar zum didaktischen Konzepts des Seminars gehört. Die in über 40 Abschnitten aufgeteilte CD enthält reichlich bebilderte Schritt-für-Schrittanweisungen, welche durch über 650 Abbildungen, über 50 Videos und über 120 vorgefertigte Übungsbeispiele untermauert sind. Sie können deshalb völlig entspannt an das Seminar herangehen und müssen während des Seminars fast keine eigene Notizen anfertigen, um die in der Schulung vorgestellten Verfahren auch Wochen später nachvollziehen zu können.

Schulungsunterlagen auf CD-ROM
De gesammelte Erfahrung von über 100 Seminaren auf einer CD-ROM vereint: Diese Schulungsunterlagen von Volker Lange-Janson sind im Intranet von Continental und Siemens VDO (jetzt Continental) im Einsatz.


Zeiten und Termine des Seminars:
Die Schulungen beginnen am 1. Tag um 9:30 und enden am letzten Tag gegen 16:00. Die übrigen Anfangs- und Endzeiten können mit den Teilnehmern während des Seminars abgesprochen werden und liegen in Regel bei 9:00 und 17:30.

Preis des dreitägigen Seminars: 1300 Euro je Teilnehmer (Umsatzsteuer entfällt, da es sich um einen Export von Dienstleistungen handelt). Im Preis enthalten sind die Seminarunterlagen, Mittagessen, Pausengetränke und Pausensnacks (Anmeldeformular).